OP-Pfleger unzufrieden

von Manuel Nientit,
assono GmbH, Standort Kiel,

Eine schon etwas ältere, aber wohl keineswegs überholte Meldung des deutschen Ärzteblattes offenbart eine tiefgehende Schieflage des deutschen Gesundheitssystems besonders in den Krankenhäusern.

So sind knapp 50% der deutschen OP-Pfleger (Anäthesie - und Intensivpflege) so unzufrieden mit ihrer Arbeit, dass sie den Beruf nicht wieder ergreifen würden. Umgekehrt können nur 5% der Pfleger von sich sagen, sie seien zufrieden.
Als Gründe werden dabei nicht zuforderst die offensichtlich gestiegenen Arbeitsanforderungen genannt, denn knapp 70% der Pfleger finden Ihre Überstunden akzeptabel (siehe Bericht über diese Studie in European Hospital S.26).
Vielmehr ist es generell das Gefühl, zu wenig Gestaltungsmöglichkeiten für verantwortliches Arbeiten zu haben.
Mangelndes Mitspracherecht, eingeschränkte Verantwortung, wenig Weiterbildung und schlechte Organisation der OPs werden als Gründe für die Unzufriedenheit genannt.

Aber gerade letzteres anzugehen, ist für alle Beteiligten von Bedeutung und keineswegs schwer. Kürzlich haben wir ein dänische Krankenkaus in Horsens besucht, in dem ein OP-Logistik-System eingesetzt wird, das viele kommunikative und organisatorische Probleme im Zuge einer Operation zu lösen vermag. Kern ist ein System der Firma Cetrea, das die Daten zu den Operationen des Tages für alle Beteiligen sichtbar macht und sie auch immer aktuell hält. Darüber hinaus können Mobiltelefone des Personals diese Daten abrufen bzw. bei wichtigen Statusänderungen benachrichtigt werden, egal wo sie sich befinden und woran sie gerade arbeiten.
Alle Beteiligten haben auf diesem Wege immer den aktuellen Stand der Tagesplanung und wissen so, was zu tun ist. Das befähigt sie, selbst ihre Aufgaben zu planen und vermindert den Kommunikationsaufwand (und damit auch die Fehlkommunikation), so dass Rennerei und störende Anrufe ein Ende haben.

Ich bin begeistert und sehr gespannt, ob sich das nach Deutschland bringen lässt.

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