JAX 07: Geschafft!

von Thomas Bahn,
assono GmbH, Standort Kiel,

5 Tage Power Workshops und Konferenz sind geschafft. Ich bin geschafft. Aber glücklich und voller Inspiration und neuer Erfahrungen.

Für heute hatte ich einen Power Workshop zum Thema Entwicklung von Eclipse RCP-Programmen (Rich Client Platform) ausgewählt. Sehr interessant, wie das ganze mit den Plugins und Features und den Extension Points funktioniert. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den Lotus Expeditor und den Notes 8 Standard Client. Und ganz heiß darauf, mein neues Wissen mal auszuprobieren. Jetzt brauche ich nur noch eine sinnvolle Idee für ein kleines Experiment. Ich glaube, ich weiß schon was wink.gif

Ansonsten war die JAX eigentlich wie immer: noch größer als im Vorjahr, irgendwie noch mehr Veranstaltungen (morgens ging es um 8:30 Uhr los, abends gab es auch eine Keynotes bis 21:30 Uhr... mit über eintausend Zuhörern! Die sind verrückt. Ich darf das schreiben, ich war selbst dabei.) Apropos Abend-Keynote: Die hat Brian Goetz von Sun gehalten - Titel: "Java Performance Myths". Inhalt: ausgezeichnet, Stil: super. Kurzform: Java war mal langsam, ist jetzt aber sauschnell.

Zum Teil schneller als C! Unglaublich? Das liegt daran, dass der "gewöhnliche" C-Programmierer nicht jedes Programm bis ins allerletzte optimiert (und es weltweit auch nicht so viele Leute gibt, die das richtig können). Außerdem darf man mit C zum Beispiel bei der Speicherverwaltung alles machen. Ergo, kann der Compiler eigentlich nichts optimieren. Der Java-Programmierer ist hingegen relativ eingeschränkt. Dadurch können die Sun-Entwickler aber viele richtig fiese Optimierungen in die JVM einbauen, so dass die Ausführung im Dauerbetrieb (nachdem eine Methode irgendwann compiliert wurde) performanter sein kann. Dazu kann die JVM bei den Optimierungen mit Annahmen arbeiten: die sind häufig richtig und beschleunigen den Code. Erweist sich später die Annahme als falsch, wird mit den bis dahin gesammelten Ausführungsdaten die Methode eben noch einmal anders übersetzt - wieder optimiert. Der statische C-Compiler kann das nicht, weil er eben keine Chance hat, diese Daten bei der Ausführung zu sammeln.

Weitere Erkenntnis: Micro-Benchmarks funktionieren nicht. Es gibt so viele Nebenbedingungen und -effekte, dass diese kleinen, künstlichen Benchmarks, die in einer Schleife immer wieder das gleiche machen, zu unzuverlässig sind, um daraufhin Entscheidungen zur treffen. Er hat zum Beispiel gezeigt, dass es schneller ist, erst 2 zu addieren und dann 1 abzuziehen, als immer nur 1 zu addieren. Natürlich ist das Quatsch. Aber eben Quatsch, der als Ergebnis aus einem Micro-Benchmark rausgekommen ist.

Und: Sauberen, "dummen" Standard-Code schreiben. Viele Versuche, mit Tricks und von Hand den Code zu optimieren, gehen nach hinten los. Sicher ist, dass der Code schlechter wartbar ist. Und meistens ist er nicht schneller. Das liegt daran, dass die JVM heutzutage einen verdammt guten Job bei der Optimierung zur Laufzeit macht. Viele Synchronisierungsblöcke, indirekte Aufrufe usw. werden einfach wegoptimiert, wenn dies in der konkreten Situation zur Laufzeit möglich ist.

Mein Respekt an die JVM-Optimierer von Sun!

Und bei der JAX wird mir auch immer wieder klar, wie toll es wäre, wenn wir eine aktuelle JVM im Notes-Client und mehr noch im Domino-Server zur Verfügung hätten. Aktuell ist Version 6 der Java SE. Irgendwann im Sommer kommt Notes/Domino 8 mit der 5er JVM (einer von IBM modifzierten!). Bis unsere Kunden auf Notes 8 wechseln, ist wahrscheinlich schon Java 7 oder 8 aktuell sad.gif

Sei's drum: Alles wird besser wink.gif.

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