Versionsverwaltung mit Source Control Enablement und Mercurial

von Arnd Koch,
assono GmbH, Standort Kiel,

Versionsverwaltung ist aus der modernen Software-Entwicklung kaum wegzudenken, bei der Entwicklung unter Lotus Notes hatte man es bisher allerdings schwer, ein entsprechendes Repository zu pflegen, da sich Gestaltungselemente und Bibliotheken nur schwer extern verwalten lassen. Bei dem aktuellen, auf Eclipse basierenden Domino Designer stehen einem jedoch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten offen, um den Entwicklungsprozess durch zusätzliche Werkzeuge zu optimieren - so zum Beispiel Werkzeuge zur Versionsverwaltung.

Mit dem auf OpenNTF verfügbaren Eclipse-Plugin "Source Control Enablement" etwa kann man ein lokales Quellcode-Repository mit einer Notes-Anwendung verknüpfen, dabei werden Gestaltungselemente aus der Notes-Anwendung per DXL exportiert (bzw. in umgekehrter Richtung wieder importiert). DXL Imports stehen allgemein nicht umbedingt im besten Ruf, da DXL nicht 100% roundtrip-fähig ist. Entsprechend sollte bei der Entwicklung mit einem über das "Source Control Enablement" eingerichteten Repository mit Bedacht gehandelt werden.

Offiziell ist in der Dokumentation des "Source Control Enablement"-Plugins nur die Rede von Subversion als Versionsverwaltungssystem. Da das Plugin aber ein ganz gewöhnliches Eclipse-Projektverzeichnis im lokalen Dateisystem anlegt und dort alle Dateien ablegt, eignet es sich auch für andere Versionsverwaltungssysteme. Gerade moderne, dezentrale Systeme, wie Git und Mercurial erfreuen sich zurecht einer ständig steigenden Beliebtheit, weil damit auch verteilte Teams an mehreren Standorten mit einem jeweils lokalen Repository arbeiten können. CVS und Subversion sehen dazu keine Möglichkeit vor.

Mit "MercurialEclipse" steht auch ein Eclipse-Plugin zur Verfügung, dass sich im Domino Designer verwenden lässt. Etwas anders liegt es hier mit Git bzw. dem Eclipse-Plugin "EGit". Dieses lässt sich aufgrund einiger nicht lösbarer Abhängigkeiten nicht im Domino Designer installieren.

Hier mal eine kurze Installationsanleitung:

  1. Zunächst benötigt man das  "Source Control Enablement" Plugin: Download
  2. Um es installieren zu können, muss in den Vorgaben des Designers  die Installation von Eclipse-Plugins zugelassen werden:
    A picture named M2
  3. Anschließend kann man im Designer über "Datei/Anwendung/Installieren" den Dialog für die Installations-Quellen aufrufen, das zuvor herruntergeladene Zip-Archiv hinzufügen und das Plugin installieren.
    A picture named M3
  4. Für die Installation von MercurialEclipse geht man ähnlich vor, hier gibt es allerdings eine kleine Hürde da es kein fertiges Installtionspaket  gibt und die auf der Homepage angegebene URL nur authentifizierten Benutzern zur Verfügung steht. Leider lässt sich diese nicht im Designer verwenden. Allerdings gibt es auch eine etwas versteckte Möglichkeit für den manuellen Download, hierbei muss man sich natürlich selbst um regelmäßige Updates bemühen und alle Dateien einzeln runterladen.
  5. Um ein neues Repository einer Notes-Anwendung zu erstellen verwendet man die Menüpunkte unter "Team-Integration" im Kontextmenü:
    A picture named M4
  6. Wechselt man nun in die Java-Perspektive findet man dort ein neues Projekt welches die exportierten Elemente der Notes-Anwendung enthält, dieses kann man nun wiederum über den Menüpunkt "Team" im Kontextmenü des Projektes als Mercurial-Repository einrichten.

Wer Informationen zum Arbeiten mit Mercurial
benötigt, wird hier einiges finden:


http://mercurial.selenic.com/guide/

http://mercurial.selenic.com/wiki/UnderstandingMercurial

http://mercurial.selenic.com/wiki/Tutorial

http://hgbook.red-bean.com/

Fachbeitrag IBM Notes IBM Notes Traveler JavaScript Java OpenNTF

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