HCL: Lizenzmodell für Notes und Domino - aktueller Stand

von Manuel Nientit,
assono GmbH, Standort Kiel,

Gabriella Davis von Turtle Partnership bringt Neuigkeiten von der "Let's Connect" in München mit. Dort hat Uffe Sorensen als Global Director von HCLTech ein paar Worte über das geplante Lizenzmodell für Domino ab Version 11 gesprochen.

Das vorgestellte Modell ist noch in einer frühen Phase. Feedback ist explizit erwünscht. Bis auf Weiteres sollen die alten Lizenzen weiterhin gelten und verkauft werden. Ab V11 soll dann das neue Modell gelten.

Zwei Dinge wurden Gabriella zufolge mehrfach betont:

  1. Es soll einfacher werden
  2. Ein "sticker shock" - zu deutsch "Preisschock" - soll vermieden werden

Einfacher bedeutet, dass es nur noch zwei verschiedene Berechnungsgrundlagen geben soll:

Die Zahl der Benutzer oder Accounts

Was von Beidem ist noch unklar, aber kann natürlich einen deutlichen Unterschied machen. Das ist vielen unserer Kunden bereits als bequemes Modell bekannt. Die Zahl der Server soll damit irrelevant sein/werden.

Vermutlich richtet sich dieses Modell an Unternehmen, die Domino auch für Mail nutzen und ggf. weitere Anwendungen z.B. von den (aktualisierten) Standardschablonen nutzen.

Lizenz pro Datenbank = nsf-Datei

Bei dem "Plattform-Modell" soll die Nutzungsintensität als Berechnungsgrundlage dienen. Es wird pro nsf-Datei auf allen Servern lizenziert. Dabei gelten auch Repliken als einzeln zu lizenzieren. Ist also eine Anwendung auf einem Cluster von zwei Servern, so ist sie auch zweifach zu lizenzieren. Dieses Modell richtet sich vermutlich an Betreiber von Domino-Servern mit wenigen einzelnen Anwendungen (z. B. Domino-Webservern), aber potentiell vielen Nutzern.

Hiermit soll wohl auch das alte und durchaus nicht immer unproblematische PVU-Modell abgelöst werden, aber auch Nutzer von Utility- und XWorks-Servern werden hier häufig die beste Lösung finden.

Ein potentieller Lizenznehmer sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieses Modell ggf. unvorteilhafte Designentscheidungen in der Anwendungsentwicklung nach sich ziehen könnte. Wurden "früher (TM)" Anwendungen auch schon mal aus verschiedenen Gründen (Performance, Entkoppelung etc.) in mehrere kleine Anwendungen aufgeteilt, so könnte dieses Lizenzmodell monolithische Einzelanwendungen mit entsprechenden Nachteilen zur Folge haben. Wer Entwickler im Haus hat oder Anwendungen zukauft, sollte das bei der Wahl des Lizenzmodells im Auge behalten. Es könnte damit sehr langfristige Folgen für die effektive bzw. effiziente Nutzung von Domino haben.

Lizenzprüfung

Ab V11 plant HCL offenbar ein Licence Tracking mit Hilfe der Flexnet-Server (vielleicht schon von den Software-Downloads bekannt). Dann melden die Domino-Server ihre Lizenznutzung an diese Server. Mit einem gewissen Nachlauf ("after a month’s grace") sollen dann Unterlizenzierungen direkt in Rechnung gestellt werden. Das macht aufwändige und ggf. schwer berechenbare Lizenzaudits und folgende Nachverhandlungen unnötig, da Kunde und Anbieter gleichzeitig jederzeit vollständige Transparenz über die Berechnungsgrundlage haben. Wer allerdings keine Verbindung zur Flexnet-Cloud öffnen kann oder möchte, wird wohl um einen License-Tracker (aka Flex-Net-Server) bei sich im Rechenzentrum nicht herumkommen.

Zusammenfassend

  • Wer bereits bei IBM lizenziert ist, verlängert einfach seine Lizenzen zu bestehenden Konditionen.
  • Das neue Lizenzmodell soll ab Q1 2020 nach einer Übergangsphase in Q4 2019 für Version 11 eingeführt werden.
  • Ein "Preisschock" soll vermieden werden
  • Einfachheit ist das Ziel!
  • Rückmeldungen ist erwünscht

Wir halten Sie nach Möglichkeit an dieser Stelle über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden.

Quellen:

Fachbeitrag IBM Notes IBM Domino IBM

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