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KI in der Kunstvermittlung: Der Chatbot der Ausstellung „FEMME FATALE“ der Hamburger Kunsthalle erweckt Gemälde zum Leben
Referenzgeschichte: assono KI-Chatbot für die Hamburger Kunsthalle
In unmittelbarer Nähe der Alster befindet sich die Hamburger Kunsthalle, die eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands beheimatet. Die Sammlung umspannt mehr als 700 dauerhaft ausgestellte Werke aus annähernd acht Jahrhunderten. Zusätzlich weckt die Hamburger Kunsthalle internationale Aufmerksamkeit mit erstklassigen Sonderausstellungen, die jährlich hunderttausende Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt anziehen. Für die Ausstellung „FEMME FATALE. Blick – Macht – Gender“, die einen kritischen Blick auf weibliche Stereotype in der Kunst warf, sollte ein digitales Projekt in Zusammenarbeit mit einer 10. Klasse einer Hamburger Stadtteilschule entstehen. Der Chatbot sollte dazu beitragen, die Ausstellung an Besucherinnen und Besucher, Schulklassen und andere Interessierte zu vermitteln.
Branche: Kunst und Bildung
Sprachen: Deutsch, automatische Übersetzung für Englisch, Französisch und Türkisch
Online: Dezember 2022 bis April 2023
Darum war der Chatbot für die Ausstellung „FEMME FATALE“ der Hamburger Kunsthalle ein voller Erfolg
Die Ausstellung lief von Dezember 2022 bis April 2023. Der Chatbot war in der Zeit in die App der Hamburger Kunsthalle eingebunden und konnte über die Website erreicht werden.
Per Chat konnten Besucherinnen und Besucher lange und komplexe Dialoge mit den Personen in den Gemälden führen. Dafür waren auch QR-Codes neben den Gemälden in der Ausstellung angebracht.
Durch geteilte Trainingsdaten für die unterschiedlichen Kunstwerke konnten der Trainingsaufwand und die Pflege des Projekts gering gehalten werden.
Mit echten Gemälden chatten: „Hey Medusa, muss ich Angst vor dir haben?“
Der Chatbot der Ausstellung „FEMME FATALE. Blick – Macht – Gender“ bot Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit, mit sechs ausgewählten Gemälden zu chatten. Der Chat konnte über einen neben den Gemälden angebrachten QR-Code und die App bzw. die Webseite der Hamburger Kunsthalle aufgerufen werden. So beantworteten zum Beispiel „Madonna“ von Edvard Munch, „Lilith“ von Sylvia Sleigh oder „Medea“ von Evelyn de Morgan Fragen über ihre Malerinnen bzw. Maler, über die Ausstellung und die Hamburger Kunsthalle.
Als Antwort auf Smalltalk-Fragen teilten sie ihre Gedanken und vielleicht auch das ein oder andere Geheimnis. Die Antworten der sechs Gemälde basieren auf gemeinsamen Trainingsdaten, wodurch der Trainingsaufwand gemessen an der Anzahl der Anliegen gering gehalten werden konnte. Die Ausstellung lief vom 9. Dezember 2022 bis zum 10. April 2023. In der Zeit hat der Chatbot etwa 10.000 Gespräche geführt und dabei rund 43.000 Nachrichten versendet.

Der Chatbot wurde im Rahmen eines Schulprojekts von Jugendlichen mitgestaltet
Durch ausgeklügelte Dialogverläufe konnten die Chatbots auch längere Geschichten erzählen, bei denen die Chattenden verschiedene Gesprächspfade einschlagen konnten. Die Antworten und Dialoge wurden überwiegend durch Mitarbeitende des Bereichs „Bildung und Vermittlung“ geschrieben, deren Grundlage in gemeinsamen Workshops mit Schülerinnen und Schülern einer Stadtteilschule in Hamburg erarbeitet wurde. Im Rahmen eines Schulprojektes setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse mit der Ausstellung der Hamburger Kunsthalle auseinander. Sie trafen eine Werkauswahl, entwickelten Kriterien für eine korrekte Ansprache von Jugendlichen und erarbeiteten teils Fragen und Antwortvorschläge. So sollte die Schau auch für Jugendliche interessant und mit einer heutigen Perspektive vermittelt werden.

Der Chatbot der Hamburger Kunsthalle spricht mehrere Sprachen
Da Ausstellungen auch von internationalen Besucherinnen und Besuchern wahrgenommen werden, entschied sich die Hamburger Kunsthalle für einen mehrsprachigen Chatbot. Die Besucherinnen und Besucher konnten neben Deutsch in den Sprachen Englisch, Französisch und Türkisch mit den Gemälden der Femme Fatales kommunizieren. Dabei entstand kein zusätzlicher Pflegeaufwand für die Hamburger Kunsthalle, da die Trainingsdaten für den Chatbot nur in einer Sprache (Deutsch) verwaltet werden mussten. Für Konversationen in den anderen Sprachen wurde eine automatische Übersetzung aktiviert, die unter anderem auf den KI-Technologien von DeepL aus Deutschland basiert. Durch eine Kombination aus natürlicher Sprachverarbeitung und Künstlicher Intelligenz entstanden Übersetzungen mit sehr hoher Qualität.
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